Naturheilverein Mosbach besuchte Heilpflanzengarten

EMail-Anhangine Führung im Heilpflanzengarten der Firma Weleda in Schwäbisch Gmünd war Ziel eines Ausflugs des Naturheilvereins Mosbach e.V.

50 interessierte Menschen waren von Europas größtem biologisch-dynamischem Heilpflanzengarten am Rande der Schwäbischen Alb fasziniert. Von den ca. 140 verschiedenen Heilpflanzen, die dort angebaut werden, begeisterte besonders die orange leuchtende Farbenpracht des Ringelblumenfeldes. Die Ringelblumenblüte oder botanisch Calendula wird frühmorgens bis zur Mittagszeit von Hand gepflückt und sofort weiterverarbeitet und Extrakte durch verschiedene Auszüge, wie Öl, Sole oder Alkohol daraus gewonnen. Die Reste des Pflanzenbreis werden dem Kompost zugeführt und nach dem Verrottungsprozess wieder zur Düngung der Felder verwendet.

Der Bereich der Herstellung der anthroposophischen Arzneimittel ist für Besucher verständlicherweise nicht zugänglich. Etliche Giftpflanzensorten konnten in der Blüte auf den Feldern mit den Augen bestaunt, andere Heilpflanzen durften berührt und beschnuppert werden.

Wegen des großen Interesses wird diese Tour im Programm 2018 noch einmal aufgenommen.

Auf dem Weg zum Glück mit Robert Betz von Cornelia Schulz

Robert Betz  530 Personen auf dem Weg zum Glück

Mosbach. Auf Einladung des Naturheilvereins Mosbach und Umgebung e. V. kam der Bestsellerautor und Lebensberater Dipl.-Psychologe Robert Betz nach Mosbach. Ein besonderer Event, da der „Top-Speaker“, wie Vorstandsvorsitzender Rolf Ehrle erklärte, in der Regel Großstädte aufsucht. Doch mit der Vorstellung eines bewährten aktiven Teams des Naturheilvereins und der tollen Location „Alte Mälzerei“ in Mosbach gelang es Cornelia Schulz, diesen besonderen Abend zu organisieren. Und dies just zum 20-jährigen Jubiläum von Betz, dessen „Herzenswunsch es ist, Menschen zu ermutigen, auf ihr Herz zu hören, ihm zu folgen und in ihrem Leben das zu verwirklichen, was ihr Herz zum Singen bringt“. Das Vortragsthema „Willst du normal sein oder glücklich? Wie du deinem Leben eine neue Richtung gibt“ hatte 530 Zuhörer trotz großer Hitze mobilisiert, nach Mosbach zu kommen.

Mit seiner Eingangsfrage „Wer erwartet, dass es bei ihm/ihr in den nächsten 20 Jahren noch schöner wird?“ begann Betz seine Zuhörer aufzurütteln. Als Schöpfer sei man Gestalter seines Energiesystems, ja seines Lebens. Doch schon als Kind werde man zum „Normalmenschen“ erzogen, welcher zuerst fragt, was die Anderen, der Nachbar, die Eltern, der Partner usw. denken. Man lerne, den Erwartungen der Anderen zu entsprechen, sich anzupassen, weil man auf Anerkennung und Lob ausgerichtet ist, statt auf die Wünsche des Herzens zu hören.

Betz macht deutlich, dass die jetzige Generation die erste sei mit der Möglichkeit, zwei Leben zu leben: eines der Unbewusstheit und eines der Bewusstheit. Wichtig sei, was man über das Leben denke. Anhand einer kleinen Gefühlsmeditation lässt er die Zuhörer mit zwei Sätzen spüren, wie sie sich fühlen und ihr Körper darauf reagiert: „Im Leben bekommt man nichts geschenkt“ – „Das Leben hält jeden Tag viele Geschenke für mich bereit“. So werde klar, dass die unzähligen Gedanken jedes Einzelnen Einfluss auf seine körperliche und seelische Verfassung nehmen. Das, was man über sich selbst denke, strahle man aus und ziehe Entsprechendes an. Lobe ich mich selbst, schenke ich mir selbst Liebe oder erwarte ich es von anderen, wie gehe ich mit meiner Vergangenheit um und nehme ich mein inneres Kind an die Hand? Alles Fragen, die sich der Mensch im mittleren Alter stellen solle, um zu einem glücklichen Leben mit größter Freude zu kommen. Und dies beginne schon beim morgendlichen Erwachen. Betz ermutigt, sich 5 bis 10 Minuten Zeit zu nehmen, um langsam wach zu werden. Früher sprach man ein Morgengebet, heute könne der erste Gedanke Dankbarkeit sein und die Aufforderung, sich heute selbst der beste Freund zu sein.

Liebe man sich selbst oder wird man zu einem, der andere „braucht“ und laut Betz dann eine „Verbrauchergemeinschaft“ eingeht, die sich „gegenseitig verbraucht“. Dies führe dann irgendwann zu Verdruss, Frust, Krankheit oder Trennung. Deshalb stelle er die Frage nach dem „Wer bin ich, wenn alles um mich wegfällt?“ Betz schlägt vor, täglich eine Stunde Zeit mit sich zu verbringen, ohne Ablenkung durch Fernseher, PC, Handy oder andere Medien. Nur wer mit sich selbst klarkomme, sich liebe, finde den gesuchten Halt und die Sicherheit.

Was ist denn ein glückliches Leben, was wünschen wir Menschen uns? Für Betz sind es Gesundheit, Freude an uns, an unserer Arbeit, an unserem Leben, Frieden und Zufriedenheit, Fülle bzw. ein erfülltes Leben und Freiheit. Und dies beginne mit einer Entscheidung genau dafür. Er wünsche sich, dass der Mensch sein Herz für sich selbst öffne, lerne „Nein“ zu sagen und entscheide, für sich selbst der wichtigste Mensch im Leben zu sein. Dies könne allerdings manchmal auch auf Unverständnis und Ablehnung in Umfeld stoßen.

Betz spricht von den Partnerschaften, den Krisen und Krankheiten und zeigt auf, dass alles einen Sinn hat und es immer wieder darum gehe, sein Leben anzusehen. Um dem Wirrwarr der Gedanken zu entkommen sei es sinnvoll, diese aufzuschreiben. Er empfehle das Überprüfen der Gedankenwelt nach „The Work“ von Byron Katie und sich bei Bedarf auch Hilfe zu holen.

Gemeinsam mit allen Zuhörern geht er mit einer Meditation auf eine Reise durch den Körper. Sich Pausen gönnen, Zeit nehmen und nicht jede Lücke mit Aktion füllen gebe Stabilität. Es sei wie mit den Zwischenräumen einer Mauer, die den Steinen Raum lässt, sich auszudehnen und zusammenzuziehen. Sonst könne der Mensch außer Balance geraten, was Krankheiten wie Burnout oder Depressionen zeigen.

Besonders auf dem Sterbebett falle vielen Menschen auf, was sie in ihrem Leben gerne anders gemacht hätten. Die meisten von ihnen bedauern, dass sie nicht den Mut hatten, ihre eigenen Wünsche zu verwirklichen oder ihre Gefühle zu äußern, dass sie zu wenig Zeit für Freunde und Familie hatten oder dass sie sich gerne mehr Freude gegönnt hätten. Robert Betz, selbst Publizist von zahlreichen Büchern und Medien, verweist auf das Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Er ermutigt, in sich zu gehen, um herauszufinden, was man in seinem Leben wolle, statt nur zu wissen, was man nicht wolle.

Rolf Ehrle und Cornelia Schulz danken dem Referenten, der mit seiner Wortgewandtheit und seinen lebensnahen, plausiblen Beispielen für viele Lacher und zum Nachdenken angeregt hat. Für die Anwesenden wünschten sie sich, dass jeder auf sich selbst achten, sich selbst Liebe schenken und damit zum Frieden auf der Welt beitragen möge.

Cornelia Schulz

Visionen 2017: Darum bringt Dich der Naturheilverein Mosbach weiter

naturheilvereinDer Naturheilverein Mosbach möchte Anregungen für eine gesunde Lebensweise geben. Denn nur wer informiert ist, kann eigenverantwortlich handeln.

2017 werden wir unser Wissen auch in Blogs und verschiedenen Kanälen des Internets (Social-Media) weitergeben. Ihr findet uns unter anderem auf:
Facebook
Twitter
Youtube

Wollt ihr mehr über uns wissen? Dann kontaktiert uns: info@naturheilverein-mosbach.de